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KLEIDE DICH SO, DAMIT ES EIN MORGEN GIBT - RELOVESTYLE

Wie wir die Umwelt schützen können – vom Kauf über das Tragen bis zum verantwortungsvollen Aussortieren unserer Kleidung

Mode ist eine der schönsten Formen des persönlichen Ausdrucks. Unsere Kleidung erzählt, wer wir sind, wie wir uns fühlen und wie wir uns der Welt zeigen möchten. Hinter jedem Kleidungsstück steht jedoch auch eine längere Geschichte: die Gewinnung der Rohstoffe, die Herstellung, der Transport, die Verpackung, die Nutzung und schließlich der Moment, in dem wir uns davon trennen.

Deshalb zählt nicht nur, was wir tragen. Ebenso wichtig ist, wie wir unsere Kleidung auswählen, wie wir sie pflegen und was mit ihr geschieht, wenn wir sie nicht mehr benötigen.

Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur wurden in der Europäischen Union im Jahr 2022 pro Person durchschnittlich rund 19 Kilogramm Kleidung, Schuhe und Heimtextilien konsumiert. Gleichzeitig fielen etwa 16 Kilogramm Textilabfälle pro Person an. Eine echte Veränderung beginnt deshalb nicht mit einer einzigen großen Geste, sondern mit vielen kleinen Entscheidungen im Alltag. (Quelle: Europäische Umweltagentur)

Die Botschaft von ReLove Style ist einfach:

Kleide dich, als gäbe es ein Morgen.

Wähle bewusst. Trage deine Kleidung mit Freude. Pflege sie. Gib sie weiter. Schenke jedem Kleidungsstück ein möglichst langes Leben.

Umweltschutz beginnt schon vor dem Kauf

Bewusst einzukaufen bedeutet nicht, auf Mode, Farben oder besondere Kleidungsstücke verzichten zu müssen, in denen wir uns wirklich wie wir selbst fühlen. Es bedeutet vielmehr, sorgfältig zu entscheiden, was einen Platz in unserer Garderobe bekommt.

Bevor du ein neues Kleidungsstück kaufst, lohnt es sich, dir einige Fragen zu stellen:

  • Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich?
  • Passt es zu den Sachen, die ich bereits besitze?
  • Kann ich mir mindestens drei unterschiedliche Kombinationen damit vorstellen?
  • Fühle ich mich darin wirklich wohl oder lasse ich mich gerade nur von einem Trend, einem günstigen Preis oder einem spontanen Gefühl leiten?
  • Passen Größe und Schnitt zu mir?
  • Würde ich es auch in einem Jahr noch gerne tragen?
  • Kann und möchte ich das Material richtig pflegen?

Diese einfachen Fragen helfen dabei, einen spontanen Wunsch von einer wirklich guten Entscheidung für die eigene Garderobe zu unterscheiden.

Ein günstiger Preis allein macht einen Kauf noch nicht bewusst. Eine gute Entscheidung ist es dann, wenn wir ein Kleidungsstück auswählen, das wir häufig, auf unterschiedliche Arten und über einen langen Zeitraum tragen können.

Kaufe nicht nur für einen einzigen Anlass

Wir alle kennen Situationen, in denen wir ein Outfit für einen bestimmten Anlass suchen: eine Hochzeit, einen Geburtstag, ein festliches Abendessen oder ein wichtiges Treffen. Dabei konzentrieren wir uns schnell ausschließlich auf dieses eine Ereignis.

Es lohnt sich jedoch, einen Schritt weiterzudenken. Suche nach einem Kleidungsstück, das du auch nach dem Anlass in deinen Alltag integrieren kannst.

Ein elegantes Kleid kann mit hohen Schuhen und besonderen Accessoires zum festlichen Outfit werden. Mit einer Jeansjacke und Sneakers lässt es sich dagegen ganz entspannt im Alltag tragen. Ein gut geschnittener Blazer funktioniert mit einer Stoffhose im Büro, mit Jeans am Wochenende oder über einem femininen Kleid am Abend.

Je vielseitiger du ein Kleidungsstück kombinieren kannst, desto wertvoller wird es für deine Garderobe.

Achte auf Qualität, Passform und einen zeitlosen Stil

Ein Kleidungsstück kann uns nur dann lange begleiten, wenn es gut verarbeitet ist, bequem sitzt und wirklich zu uns passt.

Beim Kauf lohnt es sich, auf Folgendes zu achten:

  • die Materialzusammensetzung;
  • die Verarbeitung der Nähte und Säume;
  • die Qualität von Reißverschlüssen, Knöpfen und Verschlüssen;
  • den Griff und die Stabilität des Materials;
  • die Pflegehinweise;
  • und darauf, ob der Schnitt auch in Bewegung bequem bleibt.

Es gibt kein Material, das unter allen Umständen die perfekte Wahl ist. Sowohl Naturfasern als auch synthetische Fasern haben Vorteile, können aber gleichzeitig unterschiedliche Auswirkungen auf die Umwelt haben. Entscheidend ist, dass ein Kleidungsstück seinen Zweck erfüllt, langlebig ist und so gepflegt werden kann, wie es in deinen Alltag passt.

Beim Onlinekauf ist es besonders wichtig, die Größentabelle zu überprüfen. Miss deinen Körper aus, vergleiche die Maße mit den Produktangaben und verlasse dich nicht ausschließlich auf die Größe, die du normalerweise trägst. Die Größen können je nach Marke unterschiedlich ausfallen. Eine möglichst genaue Auswahl kann unnötige Rücksendungen, erneute Verpackungen und zusätzliche Transportwege reduzieren.

Das beste Kleidungsstück ist eines, das wir wirklich tragen

Der Wert eines Kleidungsstücks wird nicht dadurch bestimmt, wie oft es auf Trendseiten erscheint. Entscheidend ist, wie häufig wir in unserem eigenen Kleiderschrank danach greifen.

Deshalb lohnt es sich, eine Garderobe aufzubauen, deren Teile sich gut miteinander kombinieren lassen. Das bedeutet keineswegs, dass alles neutral, schlicht oder zurückhaltend sein muss. Auch ein gemustertes Kleid, eine farbenfrohe Bluse oder ein auffälliges Accessoire kann viele Jahre lang ein Lieblingsstück bleiben, wenn es zu deiner Persönlichkeit und zu den bereits vorhandenen Kleidungsstücken passt.

Eine gut funktionierende Garderobe kann Folgendes enthalten:

  • vielseitige Basics;
  • Farben, die miteinander harmonieren;
  • einige besondere Kleidungsstücke mit Charakter;
  • Oberteile und Jacken, die sich gut übereinander tragen lassen;
  • Schnitte, die in mehreren Jahreszeiten funktionieren;
  • sowie Accessoires, die demselben Outfit immer wieder eine neue Wirkung verleihen.

Wir brauchen nicht unbedingt mehr Kleidung, sondern eine bessere Beziehung zu den Dingen, die wir bereits besitzen.

Die richtige Pflege kann das Leben eines Kleidungsstücks um Jahre verlängern

Umweltbewusstes Handeln endet nicht an der Kasse oder mit dem Absenden einer Bestellung. Auch das Tragen, Waschen, Trocknen, Bügeln und Aufbewahren unserer Kleidung hat Einfluss auf die Umwelt und auf die Lebensdauer der einzelnen Stücke.

Bevor du ein Kleidungsstück automatisch in den Wäschekorb legst, überlege, ob es wirklich gewaschen werden muss. Häufig reicht es aus, die Kleidung auszulüften, vorsichtig zu dämpfen oder einen kleinen Fleck gezielt zu entfernen.

Bewusster waschen

Für eine möglichst schonende Reinigung deiner Kleidung:

  • beachte immer die Hinweise auf dem eingenähten Pflegeetikett;
  • starte die Waschmaschine erst, wenn sie angemessen gefüllt ist;
  • wähle eine niedrigere Temperatur, sofern Material und Pflegeetikett dies erlauben;
  • verwende nur so viel Waschmittel, wie in der Dosierungsanleitung empfohlen wird;
  • drehe empfindliche Kleidungsstücke auf links und verwende gegebenenfalls einen Wäschebeutel;
  • schließe Reißverschlüsse und Verschlüsse vor dem Waschen;
  • sortiere Farben und Materialarten sorgfältig;
  • vermeide unnötig starkes Schleudern;
  • und wasche Kleidung aus Kunstfasern möglichst selten und mit einem schonenden Programm.

Beim Waschen synthetischer Textilien können Mikrofasern in das Abwasser gelangen. Deshalb ist es besonders wichtig, unnötige Waschgänge zu vermeiden und Kleidungsstücke so lange wie möglich zu verwenden. (Quelle: Europäische Umweltagentur)

Schonend trocknen

Wenn es möglich ist, solltest du deine Kleidung an der Luft trocknen lassen. Ein Wäschetrockner benötigt Energie. Gleichzeitig können hohe Temperaturen und starke mechanische Beanspruchung einige Materialien schneller abnutzen.

Strickwaren sollten möglichst liegend getrocknet werden, damit sie ihre Form behalten und sich nicht verziehen. Hemden, Blusen und Kleider kannst du vorsichtig ausschütteln und auf einem geeigneten Bügel trocknen lassen. Dadurch lässt sich häufig auch der Aufwand beim Bügeln reduzieren.

Direktes, starkes Sonnenlicht kann bestimmte Farben ausbleichen. Wähle deshalb immer einen Trockenplatz, der zum jeweiligen Material passt.

Auch die richtige Aufbewahrung zählt

Eine sorgfältige Aufbewahrung hilft, die Form und den Zustand deiner Kleidung zu erhalten.

Schwere Strickwaren sollten nicht auf einem Kleiderbügel gelagert werden, da sie sich mit der Zeit verziehen können. Falte sie zusammen und bewahre sie auf einem trockenen, gut belüfteten Regal auf. Für Blazer, Blusen und Kleider solltest du stabile Bügel in der passenden Größe verwenden.

Räume saisonale Kleidung nur sauber ein. Flecken und Gerüche können sich während einer längeren Lagerung festsetzen. Verschmutzte Textilien können außerdem Schädlinge anziehen. Verwende anstelle von luftdichten Plastiktüten lieber atmungsaktive Kleidersäcke oder gut verschließbare, wiederverwendbare Aufbewahrungsboxen.

Überfülle deinen Kleiderschrank nicht. Wenn du deine Kleidung gut sehen und leicht erreichen kannst, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du sie auch tatsächlich trägst.

Repariere ein Kleidungsstück, bevor du es ersetzt

Ein fehlender Knopf, ein aufgegangener Saum oder ein defekter Reißverschluss bedeuten noch lange nicht das Ende eines Kleidungsstücks.

Viele kleine Schäden lassen sich in wenigen Minuten beheben. Wenn du nicht selbst nähen kannst oder möchtest, kann eine Änderungsschneiderei häufig Kleidungsstücke retten, von denen du dich beinahe schon getrennt hättest.

Bei einem gut geschnittenen, hochwertigen Kleidungsstück kann es sich lohnen:

  • kleine Schäden auszubessern;
  • einen Knopf wieder anzunähen;
  • eine Naht oder einen Saum reparieren zu lassen;
  • die Länge anzupassen;
  • das Kleidungsstück auf die eigene Größe ändern zu lassen;
  • ein beschädigtes Futter auszutauschen;
  • oder das Kleidungsstück mit neuen Details aufzufrischen.

Eine Änderung ist nicht nur eine umweltbewusste Lösung. Sie bietet auch die Möglichkeit, aus einem älteren Kleidungsstück etwas ganz Persönliches zu machen.

Entdecke neu, was bereits in deinem Kleiderschrank hängt

Manchmal brauchen wir keine neue Kleidung, sondern lediglich neue Ideen.

Probiere lange nicht getragene Kleidungsstücke mit anderen Accessoires aus. Kombiniere sie mit Farben oder Schnitten, an die du bisher noch nicht gedacht hast. Ein Gürtel, ein Tuch, ein Blazer oder ein anderer Schuh kann die Wirkung eines Outfits vollständig verändern.

Ordne deinen Kleiderschrank regelmäßig neu. Was du längere Zeit nicht gesehen hast, kann sich plötzlich wieder wie ein neues Lieblingsstück anfühlen. Du kannst gelungene Outfitkombinationen auch fotografieren. So findest du an hektischen Tagen schneller ein passendes Outfit.

Den eigenen Kleiderschrank neu zu entdecken ist kreativ, budgetfreundlich und umweltbewusst zugleich.

Wenn du es nicht mehr trägst, gib es weiter

Manchmal passt ein Kleidungsstück nicht mehr zu unserer Größe, unserem Lebensstil oder unserem persönlichen Geschmack. Das bedeutet jedoch nicht, dass es für andere Menschen keinen Wert mehr hat.

Wenn es sich noch in einem guten Zustand befindet, kannst du ihm auf unterschiedliche Weise ein neues Leben schenken:

  • Verkaufe es weiter.
  • Verschenke es.
  • Tausche es bei einer Kleidertauschveranstaltung.
  • Biete es Familienmitgliedern oder Freunden an.
  • Spende es an eine Organisation, die tragbare Kleidung tatsächlich annimmt und weitergibt.

Bevor du ein Kleidungsstück weitergibst, solltest du es waschen oder reinigen, alle Taschen kontrollieren und kleinere Schäden nach Möglichkeit reparieren. Bereite es so vor, wie du es selbst gerne erhalten würdest.

Dabei ist es wichtig, zwischen einer Spende und Abfall zu unterscheiden. Stark verschmutzte, feuchte, schimmelige oder nicht mehr verwendbare Kleidung gehört nicht in einen Kleiderspendencontainer. Eine Spende sollte jemand anderem tatsächlich noch von Nutzen sein können.

Aussortieren sollte immer die letzte Möglichkeit sein

Wenn ein Kleidungsstück nicht mehr tragbar ist, überlege zunächst, ob es sich noch auf andere Weise verwenden lässt.

Aus einem alten Baumwollshirt kann ein Reinigungstuch entstehen. Jeansstoff lässt sich beispielsweise zu einer Tasche oder einem kleinen Aufbewahrungsbehälter umarbeiten. Gut erhaltene Knöpfe, Schnallen und Reißverschlüsse können für spätere Reparaturen aufbewahrt werden. Mit etwas Kreativität kann aus einem nicht mehr tragbaren Kleidungsstück ein vollkommen neuer Gegenstand entstehen.

Ist auch eine solche Wiederverwendung nicht mehr möglich, suche nach einer offiziellen Sammelstelle für Alttextilien in deiner Nähe. Nach den Vorgaben der Europäischen Union müssen die Mitgliedstaaten seit 2025 eine getrennte Sammlung von Textilabfällen gewährleisten. Die Annahmebedingungen der einzelnen Sammelstellen können jedoch unterschiedlich sein. Prüfe deshalb immer, welche Textilien in welchem Zustand am jeweiligen Standort angenommen werden. (Quelle: Europäische Kommission)

Die richtige Reihenfolge sollte möglichst so aussehen:

  1. Verwende das Kleidungsstück weiter.
  2. Repariere es.
  3. Ändere oder gestalte es um.
  4. Verkaufe, tausche oder verschenke es.
  5. Verwende das Material zu Hause weiter.
  6. Bringe es zu einer geeigneten Textilsammelstelle.
  7. Entsorge es nur im äußersten Fall im Restmüll und beachte dabei die örtlichen Vorschriften.

Nicht Perfektion ist das Ziel, sondern bessere Entscheidungen

Umweltbewusste Mode ist kein Wettbewerb. Wir müssen nicht von einem Tag auf den anderen unsere gesamte Garderobe austauschen, und nicht jede einzelne Entscheidung muss perfekt sein.

Im Gegenteil: Kleidungsstücke weiter zu verwenden, die wir bereits besitzen, kann häufig die bessere Entscheidung sein – selbst wenn ihre Materialien aus heutiger Sicht nicht ideal erscheinen. Gebrauchsfähige Kleidung wegzuwerfen und sofort durch neue Produkte zu ersetzen, hilft der Umwelt nicht automatisch.

Entscheidend ist, unsere Gewohnheiten schrittweise zu verändern:

  • Kaufe seltener und überlegter.
  • Wähle Kleidung, die du wirklich lieben und tragen wirst.
  • Pflege deine Kleidungsstücke sorgfältig.
  • Repariere, was noch gerettet werden kann.
  • Gib weiter, was du selbst nicht mehr benötigst.
  • Bringe nicht mehr verwendbare Textilien zur richtigen Sammelstelle.

Jedes zusätzliche Tragen eines Kleidungsstücks zählt. Jeder reparierte Saum, jede weitergegebene Jacke und jeder vermiedene Impulskauf ist ein kleiner Schritt in Richtung einer lebenswerteren Zukunft.

Stil mit Zukunft

Bewusste Mode bedeutet nicht, auf Stil zu verzichten. Im Gegenteil: Sie bietet uns die Möglichkeit, uns selbst besser kennenzulernen, unsere Garderobe überlegter zusammenzustellen und den Kleidungsstücken, die wir auswählen, einen größeren Wert beizumessen.

Frage dich bei einem Kleidungsstück nicht nur, wie es heute an dir aussieht.

Frage dich auch:

Werde ich es morgen noch lieben? Kann ich gut darauf achten? Kann es nach mir noch jemand anderes tragen?

Denn die Geschichte eines wirklich guten Kleidungsstücks endet nicht nach einer einzigen Saison.

RELOVESTYLE — KLEIDE DICH, ALS GÄBE ES EIN MORGEN.

Entdecke die ausgewählte Kollektion von ReLove Style und entscheide dich für Kleidungsstücke, in denen du dich nicht nur heute wohlfühlst, sondern die du lange und mit Freude tragen kannst.

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